Becka.Das hat Resi mal über mich gesagt, obwohl ich mit Komplimenten oder Lob überhaupt nicht umgehen kann, dafür bin ich viel zu schüchtern und mir damit das wohl dämlichste und gleichzeitig beglückendste Lächeln aufs Gesicht gezaubert, das ich haben könnte. Es ist nämlich mein größter Wunsch einmal eine ganz bekannte – und natürlich beliebte – Schriftstellerin zu sein und daran arbeite ich seit meiner Jugend mit viel Elan. Bisher hab ich über 100 Geschichten geschrieben, die ich nur leider alle nach Beendigung nicht mehr mag. Ich glaube, das ist ein Tick von mir [ich arbeite dran, diesen Tick loszuwerden]. Ticks hab ich sowieso ganz viele. Ich gehe gerne einkaufen und spiele Becky Bloomwood. Vielleicht liegt das an unseren Namen und genau wie Becky glaube ich an die große, wahre Liebe, die ich nur leider noch nicht gefunden habe. Mein Prinz hat wohl irgendwo eine falsche Abzweigung genommen und sich verlaufen und muss nun erst mal den Weg zurückfinden. Leider ist er immer noch zu stur, um nach dem Weg zu fragen… Na ja, egal. Solange er noch umherirrt, gibt es immerhin tolle Liebesfilme anzugucken oder ich lese, sehr gerne und viel [ich schaff so 50 Bücher im Jahr und Cecelia Ahern, Sophie Kinsella und Nicholas Sparks sind immer dabei] und tauche in die Welt meiner Lieblingscharaktere ein. Ich liebe es, wenn sich die Wörter einer Geschichte in meinem Kopf in wundervolle Filme verwandeln und ich Gast in meinem eigenen Kino bin. Es gibt nichts Schöneres auf der Welt, als vollkommen die Zeit zu vergessen und mich ganz den Gefühlen meiner Helden hinzugeben oder stundenlang in Tagträumen zu versinken. Ich fiebere mit, ich leide mit, ich freue und lache mit und manchmal, ganz manchmal, weine ich auch mit. Oder, und das ist mir bisher wirklich erst einmal passiert, verliebe mich auch mal in die Vampir-Hauptfigur. Edward Cullen. Solange ich lesen kann, bin ich glücklich. 
Das ist ein ganz Wichtiger meiner bald 120 Punkte auf meiner Was-mich-glücklich-macht-Liste. Überhaupt liebe ich es, Listen für alles, was nur irgendwie gelistet werden kann, zu führen. Bücher, die ich mir Wünsche; Filme, die ich sehen will; Kinofilme, die ich gesehen hab; Bücher, die ich gelesen hab; Männer, die ich toll finde; Bücher, die ich besitze; Leute, deren Musik ich höre; was ich zu Weihnachten oder zum Geburtstag bekam; Zitate und Sprüche… Die sammle ich auch alle in einem schönen Ordner. Sammeln ist meine Leidenschaft und die tollsten Sachen, die ich finde, enden dann an meiner Pinnwand, die immer voller und voller wird.
Aber da das Leben nicht nur aus Träumen und Wünschen und wunderbaren Listen bestehen kann, tue ich auch etwas Vernünftiges und studiere: Englisch, Mathe und Biologie auf Lehramt [Ja, ich werde Schülerquäler und es macht mir total viel Spaß]. Ich fahre jeden Tag 110 km zur Uni hin und zurück, damit ich zuhause wohnen bleiben kann. Inzwischen hab ich mich daran gewöhnt und schaffe es sogar, die Zeit im Auto zu genießen. Meistens höre ich Musik dabei und singe lauthals mit, auch wenn ich wirklich absolut keinen Ton treffe. Aber da mich im Auto niemand hören kann, stört mich das nicht. Außerdem soll singen gesund sein und da ich irgendwie ständig irgendwelche Wehwehchen habe, kann das nur gut für mich sein. Auch wenn es bestimmt witzig aussieht, wenn jemand sieht, dass ich alleine unterwegs bin und trotzdem den Mund aufreiße. Hrmpf.
Englisch studiere ich, weil ich Englisch wirklich einfach nur liebe. Es passiert oft, dass ich plötzlich anfange auf Englisch zu denken und zu träumen und wenn mich dann jemand anspricht, bekommt er englische Worte an den Kopf geknallt. Das find ich witzig und als ich noch zur Schule ging, ist es mir auch schon im Deutschaufsatz passiert, dass ich einfach so ein paar Sätze auf Englisch hingeschrieben habe. Eigentlich ist das nicht schlimm…… wenn man es merken und verbessern würde… was ich nicht getan habe. Oops.
Natürlich brauche auch ich ein wenig Geld zum Leben und deswegen habe ich Ende 2008 angefangen, nebenher in einem Kino zu jobben. Kurzum: das war mitunter die beste Entscheidung meines Lebens. Ich liebe meine Kollegen, meine Chefs und den Job. Und dass ich umsonst in jeden Film darf, ist nur die Krönung des Ganzen. Im Dezember 2009 bekam ich sogar den Cinestar des Jahres verliehen, als beste Mitarbeiterin und habe dort wirklich tolle Leute kennengelernt, die nun definitiv Freunde sind und die ich auf keinen Fall mehr missen möchte.
„Such dir doch einen verrückten Iren und wandere aus…“Am liebsten würde ich irgendwann mal für eine Weile in Irland leben und zwar richtig mitten in der Pampa, wo es ganz viel Grün und Wiesen und irische Schafe und Wolken gibt, mit dem Meer gleich um die Ecke, in dem natürlich meine Lieblingstiere, Delfine, fröhlich umherhüpfen. In Irland wird es zwar nie so warm, wie ich es gerne hätte, weil ich einfach nur total verfroren bin, aber da auf der grünen Insel sogar Regen schön ist, sehe ich da locker drüber hinweg. Wozu gibt es Flugzeuge, die in den Süden fliegen? Eben. Das ist eine weitere Eigenschaft von mir: ich versuche alles so optimistisch wie möglich zu sehen. Das Glas ist halb voll und Wolken sind ganz toll, solange sie lustig aussehen und keine Regentropfen fallen lassen. Am Schlimmsten sind sowieso die Leute, die behaupten, sie seien nur Realisten, wenn sie in Wirklichkeit alles einfach negativ sehen. Sowas mag ich nicht und ich bin froh, dass meine Freunde, wie ich, meistens alles schön positiv sehen. Überhaupt ist es am tollsten, wenn wir zusammen irgendwelchen Quatsch machen. Pizza backen nachts um 3, Bogenschießen auf arme, kleine Fußballerzielscheiben, Cocktails trinken und 51 Minuten darauf warten oder einfach nur im Winter über den Weihnachtsmarkt schlendern. Mit meiner Mama puste ich auch gerne Jinny Joes in die Luft und wenn ich irgendwo einen Regenbogen sehe, würde ich am liebsten sein Ende suchen, einfach, um zu sehen, was dort zu finden ist. Ein Topf voll Gold wäre nicht schlecht.
Früher war ich ein Popchick und hab nur – das behauptet jedenfalls Franzi - Cheesy Pop gehört. Heute, behaupte ich, höre ich fast alles, solange es irgendwie normal klingt. Balladen sind das Größte für mich und wenn in irgendeinem Lied ein Klavier vorkommt, bin ich quasi schon Fan davon. Richtig Fan bin ich – ja, ich steh dazu - von Westlife, Brian McFadden, Susan McFadden und Delta Goodrem. Die sind meine musikalischen Helden und auch wenn ich manchmal ganz oft über sie schimpfe, weil sie nicht das machen, was ich gerne hätte, haben sie trotzdem seit vielen Jahren alle einen kleinen großen Platz in meinem Herzen. Musik habe ich eigentlich fast immer laufen und wenn ich ein Lied ganz arg doll mag, läuft es tagelang in Endlosschleife, solange bis meine Schwester oder meine Brüder in mein Zimmer geschneit kommen und drauf bestehen, dass ich „endlich mal was anderes“ reinmache. Nicht selten handelt es sich dann um eine meiner Lieblingsserien, die es sehr zahlreich gibt. Früher wollte ich immer studieren gehen, so wie Rory Gilmore. Zwischendurch wollte ich Ärztin werden, so wie die jungen Ärzte im Seattle Grace; ich würde auch freiwillig an Dr. Sloans Seite assistieren. Wollte ich den Satz „Wir müssen reden“ hören, hab ich die himmlische Familie Camden besucht und mit Elena, Stefan und Damon erkunde ich die Welt der Vampire, aber am allerliebsten verbringe ich eine Stunde mit Nate, Serena, Dan und Blair auf Manhattans Upper Eastside und lausche dem neusten Tratsch von Gossip Girl und frage mich, wie ich an Serenas Kleiderschrank komme.
„Sie tragen immer so schöne Sachen…“Apropos Kleiderschrank. Mein Kleiderschrank ist auch ganz toll. Sehr bunt und eigentlich auch recht umfangreich, aber trotzdem finde ich nie was zum Anziehen, weil mein Lieblingszeug gerade mal wieder in der Wäsche ist, meine Schwester sich wieder was gemopst hat oder einfach nichts zusammenpasst. Dabei habe ich nicht mal einen wirklichen Stil, ich ziehe vielmehr das an, was mir gefällt und bequem ist. Röcke stehen im Sommer dabei ganz oben, es darf gerne aber auch mal ein Kleid sein, das ich besonders gerne dann anziehe, wenn ich Eis esse (ich liebe die tief gefrorene Sahne unter dem Spaghetti Eis) oder schwimmen gehe. Und was ich auch jeden Tag tragen muss, ist eins meiner Ohrringpaare. Ohne fühle ich mich irgendwie…… nackt. Genau deswegen steht meine Schatulle mit Ohrringen auch direkt neben meinem Lieblingsort, der zufälligerweise mein Bett ist. Darüber hängt mein Traumfänger, der böse Träume von mir fernhält und auf dem tolle IKEA-Wandregal neben dem Bett sitzen meine geliebten weißen Schutzengel und meine Perlsacktiere. Shorty, Shane und Thebastian. Thebastian lispelt.
Ich bin übrigens ein Kopfmensch und grüble ständig und überall über viel zu viel nach und würde wirklich gerne endlich den Gedanken-Ausschalt-Knopf finden. Sollte jemand vor mir auf ihn stoßen: bitte melden. Ein Vorteil hat diese ganze Sache trotzdem und zwar kann ich Leuten, die ich mag, nicht nachtragend sein. Nicht mal ein bisschen. Fünf Minuten schaff ich, vielleicht auch mal zehn, aber selbst wenn ich mich total ungerecht behandelt fühle, schaffe ich es trotzdem nie mich zu rächen. Es sei denn, ich mag dich nicht, dann kann es gut sein, dass ich dich barfüßig über Brennnesseln laufen lasse und diesen Anblick richtig genießen werde. Hehe. Deswegen kriege ich auch keine schlaflosen Nächte, denn ich bin, wenn ich nicht gerade studieren und früh raus muss, sowieso der totale Nachtmensch und eh selten vor 3 Uhr im Bett zu finden. Nachtschwärmer ahoi, am Kreativsten in der Zeit nach Mitternacht [die tollsten Ideen kommen mir kurz, bevor ich einschlafe]. Dafür komme ich am nächsten Morgen nicht raus und schlafe, bis es Mittagessen und eine Standpauke von Mama gibt.
Ich glaube, trotz meiner Macken ist es recht einfach mich gern zu haben, denn ich mag so viele Dinge, dass bestimmt für jeden etwas dabei ist. Und wenn nicht, ist das auch okay; nicht jeder muss mich mögen. Ich mag schließlich auch nicht jeden, dafür bin ich viel zu kindisch und unreif. Seit fast 24 Jahren lebe ich nun schon mein Leben und irgendwie hat bisher immer alles, mit einigen Umwegen, so geklappt, wie es klappen sollte. Ich genieße es und wenn mir wieder einmal alles zu viel wird, gibt es ja immer noch meine Bücher und Geschichten, in die ich mich flüchten kann.
„My name is…“Übrigens heiße ich Rebekka, aber so nennt mich eigentlich nur meine Mama, wenn ich wieder mal was ausgefressen habe. Meine Freunde sagen Kezza, Kez, Becka oder Bek zu mir. Für meine Geschwister bin ich Reh, für meinen Cousin Resi, für meine Oma Rebbi, für meinen Papa KaPü und für meine Mama Rapunzel oder Rehlein. Manchmal rutscht auch noch ein Becks, ein Becky oder ein Kezzy dazwischen. Und hin und wieder auch mal „Du Nuss“, „Du Zicke“ oder „Blöde Kuh“ [wahlweise dann von meinem Bruder].
Trotz allem bin ich im Endeffekt aber einfach nur ich und ich glaube, es hätte mich weitaus schlimmer treffen können, als ich an einem eiskalten Dezemberwintermorgen vor 24 Jahren auf die Welt kam.
Manchmal tanze ich auf Wolken, manchmal falle ich und manchmal fliege ich so hoch, dass ich nach den Sternen greifen kann. Und das genügt mir – vorerst.

DVD "Remember Me"
Buch "Paige Toon - Pictures of Lily"
CD "Leddra Chapman – Telling Tales"
Großes, flauschiges, rot-orange-gelbes Duschhandtuch
Gepunktete Bettwäsche
Neuer PC-Rechner
Ballerinasöckchen